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Montagebeschreibung des Evolution - Jive
Auf einem Stück Papier die
Aufbauanleitung
Da liegt der Rahmenkit nun nackt und hilflos vor mir.
Zuerst bekommt er also ein hübsches, grünes Lack-Mäntelchen.
Nachdem es bereits drei Jive's in den Farben rot, blau und gelb
gibt, habe ich mich für grün entschieden.
Der Hammerschlag-Lack von Hammerite sieht edel aus (Metallic-Perleffekt)
und läßt sich ohne Grundierung direkt in mehreren Schichten
auf den entfetteten Rohrahmen aufsprühen; braucht dann aber
ca. 14 Tage zum vollständigen Durchtrocknen und Aushärten.
Zusammenbau des vollgekapselten 1" Steuerkopflagers vom Typ
'Tecora-E'
Ausführung als Nadellager mit schräg liegenden Röllchen
statt Kugeln. Kurzer Alu-Vorbau.
Gebogener Lenker aus 1mm Stahlrohr mit 22mm Durchmesser und verstärktem
Klemmbereich (25,4 mm).
Der Lenker muß als einziges Teil an diesem Rad noch nachträglich
in Rahmenfarbe lackiert werden.
Tretlagerschelle eines Anthrotech-Trike mit Shimano Tretlager (BB-UN53)
Für die Montage ist eine Vielzahn-Nuss erforderlich. Die Tretlagerpatrone
hat Linksgewinde!
Für den richtigen Speed sorgen die beiden Specialized Kettenblätter
mit 52 und 61 Zähnen.
Die älteren MTB-Kurbelgarnituren mit 5Arm-Aufnahme von Shimano
sind vom Lochabstand (65mm)
identisch mit original TA-Specialized Kurbelgarnituren (Lochkreis
110mm), kosten aber nur die Hälfte!
Das 52er Kettenblatt dient nur als "Bergübersetzung".
Die Kette wird bei Bedarf von Hand umgelegt.
Zum sicheren Stoppen kommen Shimano V-Brake Bremsen mit der langen
Rückholfeder auf die vorbereiteten Cantileversockel.
Dazu passende Zweifinger-Bremsgriffe. Teflon-Bremszughüllen
mit Edelstahl-Bowdenzug für optimale Bremsdosierung.
Die Sachs Dreh-Schaltgriffe steuern das Schaltwerk und die Sachs
3x7 Nabe optimal an.
Durch das Shimano Acera-Schaltwerk kann noch eine breite 7fach IG-Kette
verwendet werden;
die großen Umlenkrollen mit 15 Zähnen erleichtern den
Kettendurchlauf und verschleißen langsamer.
Auf der Sachs "3x7-Nabe" verrichtet ein 7fach Ritzel (Shimano
HG-70) seinen Dienst.
Ein Übersetzungsbereich von 13 auf 23 Zähne ist stark
auf Geschwindigkeit ausgerichtet.
Kettenleitmutter und Druckfeder (
siehe
hier, Position 20) wurden durch Bauteile von einer SRAM T3-Nabe
ausgetauscht.
Der Schaltkomfort ist durch die schwächere Feder und die Rollenumlenkung
des Schaltkettchens deutlich besser.
Laufrad vorn: Schürmann 20" Hohlkammerfelge (406 x 19)
mit Sapim 2mm Edelstahlspeichen.
Die Nabe ist von Hand bei zweifacher Kreuzung eingespeicht. Auf
der Zahnkranzseite ist die "innere" Speiche als Zug-Speiche
eingesetzt.
Selbstklebendes "Velox" Gewebefelgenband, Schwalbe-Schlauch
mit Sclaverand-Ventil.
Fahrkomfort durch Schwalbe-Mantel "Silento" 47-406 mit
4,5 Bar. Reflexstreifen sowohl auf dem Mantel als auch auf der Felge.
Ursprünglich wollte ich die originalen Kettenumlenkrollen von
ZOX verwenden.
Wolfgang Bion signalisierte jedoch rechtzeitig, dass er gerade eine
Serie passender Lasttrum-Rollen in Heimarbeit hergestellt hätte.
Da Sergio Gomez die bestellte Leertrum-Rolle (ersten beiden Bilder)
nicht liefern konnte,
wurde dank Frank's Lagerhaltung kurzerhand eine kugelgelagerte Leertrum-Rolle
des Zephyr verbaut.
Die knapp 280 Kettenglieder der SRAM PC-48 Kette entsprechen etwa
2,5 handelsüblichen Kettenlängen.
Als Verbindungsglieder dienen hier sogenannte "Power-Links",
die sich beliebig oft wieder öffnen lassen.
Durch die Kettenumlenkung auf Lenkkopf-Höhe können sich
die Kettenglieder bei starkem Lenkeinschlag
innerhalb der Glieder auf ganzer Strecke verdrehen. Dabei kann meist
sogar weitergetreten werden.
Das Hinterradschwinge wurde als "ZOX-Federung" durch eine
Rohr-im-Rohr-Technik realisiert.
Das Hauptrohr wurde durch Messingblech noch künstlich verengt
um die Schwinge zentral zu halten.
Das Schwingenlager besteht aus einem M10-Bolzen. Als Dämpfer
dient ein 40x40 mm Gummiblock.
Durch einen M10-Bolzen mit Inbus kann man die nötige Vorspannung
für das Fahrergewicht einstellen.
Hinteres Laufrad: silberne Mavic 20" Hohlkammerfelge (406 x
21) mit DT-Swiss 2mm Edelstahlspeichen.
Der Shimano HB-NX 30 Nabendynamo (28"-Typ) wurde von Hand bei
zweifacher Kreuzung eingespeicht.
Gewebe-Felgenband, Schwalbe-Schlauch mit Sclaverand-Ventil.
Sicherheit durch Schwalbe Marathon Kevlar-Mantel 40-406 mit 7,0
Bar und Reflexstreifen.
Über den Onlineshop von
Zephyr
kann man vorgeformte Holzsitz-Rohlinge bestellen
um sich dann daraus seine eigene Sitzform anzupassen und heraus
zu sägen.
Diese Rohlinge mit den Maßen 27 x 80 cm bestehen aus 8mm Birkensperrholz.
Zwischen Holzsitz und Rahmen soll ein Streifen einer 6mm dicken
Gummischuhsohle
Knack- und Knartzgeräusche unterbinden. Die Bohrlöcher
im Holzsitz
sind für die Gegenhalter der Schlossschrauben mit einer Schlüsselfeile
ausgefeilt.
Damit das Holz keine Feuchtigkeit aufnimmt muß es ausreichend
Grundiert und Lackiert sein.
Als Sitzpolster dienen hier Heizungsrohr-Verkleidungen aus PU-Schaum.
Befestigung mit reichlich Heißkleber.
Sicherer Halt der Füße durch SPD-Klickpedalen.
Bei der Bärentatzenversion von Point kann man auch einmal ohne
Cleats fahren.
Rückspiegel (verstellbar von bumm) und eine helltönende
Glocke gehören auch dazu.
Die orange markierte Stelle soll überholenden Autofahrern noch
einmal die Breite des Gefährtes aufzeigen.
Natürlich darf auch der Karstilo-Schriftzug über der Lumotec-Oval
Leuchte nicht fehlen!
Zur Eustaff 2003 mußte noch schnell ein Gepäckträger
und ein LED-Rücklicht mit Standlichtfunktion an das Jive.
Diese grobschlächtige Version wird aber sicherlich mittelfristig
durch eine hübschere Version ersetzt.
Und so sieht das Jive dann fertig aus. Stand September 2003.
Noch ergänzt durch einen Sigma BC800 Funktacho und eine Sigma
Mirage-X Zusatzleuchte mit 5 Watt kann die Eustaff 2003 kommen.
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